Falkensüdlichder blinden formulierungtreffen falkenden kerndes geschehens.Ich gehe meinen Wegund darüberläufst du mir dann.
ParadoxonDer Wahnsinn bläst auf silberner Trompete,von Ferne flüstert leise die Schalmei.Der Klang der Glocke der herüberwehteertrinkt im Nebel und in einem Schrei.Der Himmel voller Geigen steht in Flammenund Nebelhörner dröhnen tief im Bass.Die Töne brechen still in sich zusammen.Und Nichts geschieht, ganz ohne Unterlass.HingabeAn dir will gerne ich mich jäh entzünden,will Flamme und auch Glut und Asche sein.Will von dir lösen mich und an dich binden,ganz zu dir hin und ganz zu mir allein.Will mich verlier'n und will mich wiederfinden,will sterben und beginnen Ganz zu Sein.WiederkehrIch liebemich verlierendwiederfindenddich und mich vergessenderinnerndund wünsche mirWiederkehr.SprungIch helfe meinem Leben auf die Sprünge:ich springemitten hinein.Schwer-MutMut tropft schwervon Angstästenfällt tiefin Umnittelbarkeitverliert sich vielleichtoder sehnt sichsuchendund findet mich.EntscheidungIch werde geschmiedetim Feuer der Verzweiflungwerde abgelöschtim Wasser der Einsamkeit.Freiheit verwandelt michin einem dreifaltigen Licht.Im Zustand der Auflösungder Lösung ganz nahlöse ich mich. Kommt her zu mirall ihr Möglichkeiten.Lauschendenträtseln sich Fragen.Im Nichtstun Früchte tragenist Wahrhaftigkeit.Alptraum
Ich werde eingeatmet,verliere mich im Atemlosen,irre umher, ein entgeisterter Geist.Der Verstand hat sich aufgelöstjenseits von Verstehen und Nicht-Begreifen.Es erfasst mich das Unfassbare,verwebt mich in versponnene Netze.Geschärfte Schneiden setzen stumpfe Schnitteund zerfasern mich.Ich werde ausgeatmetund finde mich nicht. Mein WunschMich selbstin immer feineren Tönenmitfühlendins Leben singen. Veränderung Dieses wird mir offenbar:Ich will bleiben, wer ich war.Doch was war, das ist vorbei.Nur im Jetzt da bin ich frei. Sehnsucht Vermissen will ich dichwerde an fremde Strände gespültund entdeckeneue Welten. Was mach' ich hier?Auf welchem Nest mit hohlen Eiernsitze ich hierund zelebrierevergebliches Brüten? Gedichte will ich streu'nins Leben will ich werfensie und mich. Freude teilenIch stehe hierauf meiner Seiteund werfe mein Lachenüber den Zaun.Freu' dich mit mirund lass unsentgrenzen. LauschenDes Lauschers Ohran der stillen Wanderklingt das Schweigennimmt überhandund banntim stummen Reigenden Augenblickin eine Muschel. Beantworte dir selbst deine Fragen:Sei dir ein Rätselund löse dich auf. SpielenGlockenklang den Weg entlang.Ich springe in die Pfützenund lass' es um mich spritzenin freudigem Gesang.Ich spiele in der Suhleund wälze mich im Schlamm,kusch'le mich in die Kuhleroll' mich hinab vom Damm.Ich renne durch das Wasserund schlage in die Wellen.Ich werde nass und nasserund bell' wie Hunde bellen.Glockenklang den Weg entlang.Ich springe in mein Lebenund lass' es um mich bebenin freudigem Gesang.
Gewiss weiß ich Nichts.Vergessend vergess' ich mich.Erinnern will ich Nichts.Verlässlich verlass' ich mich.Besinnlich besinn ich mich:Das hier bin ICH.TräumenSonnennebel weben sich in mein Haarverspinnen Zeiträumein gebrochenen Spitzen.Wetterleuchten zwischen den Wimpernerhellt jeden Augenblick. Dann ...wenn ich wieder Licht binerhelle ich die Nacht.
... und mein Herz singt sein Lied
Die, die ich jetzt bin wollte ich immer sein. Dafür gab ich dich hin, dafür blieb ich allein.
Dafür hab' ich gelitten, dafür hab' ich geweint, habe Fesseln durchschnitten und mich mit mir vereint.
Und jetzt stehe ich hier und mein Herz singt sein Lied. Ich bin gerne bei mir, bin gespannt, was geschieht.
Glück ist Außen und Innen und die Freude nimmt zu, und die Wunder beginnen: Hier bin Ich, hier bist Du.
Realität und Träume
die realität formt harte worte wie spitze nadeln die meinen bunten, schillernden, tanzenden seifenblasen gegenübertreten und sie dann zerplatzen lassen
Frustration Gestern: ein verbilligter Restposten Umtausch ausgeschlossen Morgen: überfällt mich immer wieder unvorbereitet Heute: liegt mir schon seit dem Frühstück unverdaulich schwer im Magen
Wahrheit die wahrheit wächst wie ein kleines kind das auch bei seinen ersten schritten stolpert irgendwann sollte sie laufen lernen um nicht das ganze leben auf allen vieren zu kriechen
Zerteilen Lass uns nicht an das Morgen unserer Liebe denken Lass sie uns nicht auf die Dauer einer langen Zeit verplanen Lass uns nicht die große Liebe in kleine Stücke für jeden Tag verteilen
Nachher zerteilen wir sie in so viele kleine Portionen von denen keiner mehr satt wird.
Das Leben absitzen manchmal denke ich ich sitze mein leben ab wie eine lebenslange haft dabei habe ich mich selbst verurteilt "im namen des volkes lebenslänglich"
es gibt keine gitter vor meinem fenster es gibt keine mauern die mich aufhalten und keine polizei würde versuchen mich zurückzubringen
ich habe mir selbst zu gericht gesessen die angst war der kläger die moral war der richter und mein verteidiger, der mut hatte sich beide beine gebrochen und ließ sich durch die angepasstheit vertreten
so habe ich den prozess verloren ich habe auf ein wiederaufnahmeverfahren verzichtet und mich resigniert in meiner zelle zur ruhe gesetzt habe die tür angeschrien sie solle sich öffnen aber nie die klinke heruntergedrückt
dann fing ich an auf die begnadigung zu hoffen die es immerhin für gute führung gibt und ich beruhigte mich mit dem gedanken nicht auf ewig hier gefangen zu sein
aber wenn ich erst einmal 15 jahre hier verbracht habe werde ich dann für die freiheit noch lebensfähig sein?
Geständnis Ich muss dir was gestehn ich wusste nichts von mir bis du gesagt hast: sieh, so schön bist du.
Ich hab mich grau verschleiert ich hab mich schwarz versteinert und hab gesagt: sieh, so dunkel bin ich.
Du hast mir gewänder gegeben aus licht und aus sonne Du hast mir die asche vom gesicht gewaschen hast mir deinen spiegel vorgehalten und gesagt: sieh, so schön bist du für mich.
Noch ist mein spiegel grau verschleiert, schwarz versteinert bis ich bereit bin mein licht in meinen spiegel fallen zu lassen und zu sagen: sieh, so schön bin ich für mich.
Träumen
Blütenwolkenträume treiben sanft dahin bin in mir gefangen weil ich schlafend bin bin in meinem Leben immer nur ein Stück hinter mir verborgen: einen Augenblick.
Dankbarkeit Ich gleite in mein Leben hinein voller Zärtlichkeiten voller Heiterkeiten voller Freude an tönendem Klang an hellem Gesang an wogendem Meeresrauschen
Ich fühle ganz tief in die Welt voller Möglichkeiten voller Dankbarkeiten
lass sie in mich herein atme aus, atme ein in einem seligen Lauschen.
Pfadfinderin Ich bin keine Suchende ich bin eine Finderin Ich gehe meinen Weg und finde, was da ist Ich zeige mich und lasse mich finden Ich finde und erfinde mich neu.
Sein Ich bin die Melodie auf die ich tanze.
Projektion Ich sehe dich als Geheimnis
und werde für mich
zur Offenbarung.
Zwischen Unendlichkeit und Nichts bin ich HIER
Zwischen Ewigkeit und Tod
bin ich JETZT
Dazwischen darf ich meine Flügel spannen
und fliegen.MelancholieMelancholische Lerchenrufezwischen Dickichterschauert der Frostschmilztan einem brennenden Tag.Geliebterdu findest michjenseits aller Berührungin meiner gläsernen Gondelder Stille.
Trauer
tränenverhangene Lidschlagmomente voll Kummer und Schmerz wie wolkenumflossene Himmelsgestade berühren mein Herz fließende, nässende, stillende Wasser umspülen mein Ich
wissende Weisen erklingen ganz leise: wer singt sie für mich?
Der Alchemist
Im Feuer erhitzt er das Blei
denn er weiß, dass es Gold ist
Weiß das Blei es auch?
Apokalypse
Eva, das Weib, die Verhüllte tanzt in Ekstase auf ihre eigene Melodie und enthüllt vor Adam ihre Seele.
Neubeginn
Mein Leben ist auseinander gebrochen in tausende kleine Stücke zersprungen mein Innerstes hat sich in Ritzen verkrochen Geborgenheit suchend durch Engen geschlungen.
Der Panzer der Angst auseinander gesprengt behutsam, allmählich die Schale verlassend - die schützende Hülle hat schützend beengt - nun staune ich, furchtsam die Weite erfassend.
Ich nehme mein Leben mit zärtlichen Händen. Ein leuchtender Strahlenkranz, der mich umgibt. Ich suche nicht Schutz hinter Mauern und Wänden und werde in wissenden Wogen gewiegt.
Verantwortung
Sobald ich die Verantwortung für mich übernehme hört die Frage nach der Schuld auf.
Herausforderung
Ich spiele die Apokalypse ich tanze mit dem Teufel bis du dir die Haare raufst oder lachst.
Erneuerung
Im Feuer der Ekstase tanzend verbrenne ich erneut erhebe ich mich singend aus der Asche.
Verlassenheit
Loslassen ... Abschied nehmen ... Trauern
hier löst sich die Wut auf
Verlassen werden ... Verlassen sein ... Verlassen ich verlasse mich auf mich.
Schwere Entscheidung
Ich sinke hinab auf den Grund meiner Seele in tobendem Meeresrauschen.
Das tränenbewässerte, meerschaumumschäumte und uferumsäumte Gefilde will niemals und niemals das einstig und immer aufs neue Geschaute vergängliche, sterbend gebärende Heute und Jetzt gegen Bleibendes, endlich Beständiges tauschen.
Intoleranz
Wir opfern Menschen auf dem Altar unserer Glaubenssätze
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